Nach und Nach versuche ich mich an größere Bilder heranzutrauen. Ich weiß garnicht so genau, was mir daran so Angst macht. Wobei ich die Angst hier vermutlich eher als Respekt bezeichnen würde.
Skizzen sind grundsätzlich mein größter Feind beim Malen. Nie sieht es perfekt genug aus für mich, wobei es ja genau darum geht: Eine Skizze soll nicht perfekt sein. Aber für mich ist es einfach ziemlich wichtig, dass bei meiner Skizze alles stimmt und ich mich beim Malen dann einfach darauf verlassen kann, dass Proportionen usw einfach stimmen.
Meist mache ich meine Skizzen zuerst digital auf dem iPad. Je nachdem, um welches Motiv und welche Größe es sich handelt, male ich diese dann entweder ab oder übertrage diese mithilfe von Kohlepapier auf meine Leinwand. Da diese Leinwand doch nochmal eine Nummer größer war, habe ich mir einen ganz einfachen Beamer gekauft und meine Skizze damit übertragen und einfach nachgemalt.

In den Augen der meisten Künstler habe ich vermutlich eine falsche Herangehensweise bei Malen dieses Bildes. Ich habe mal gelernt, man soll zuerst den Hintergrund malen, weil neben einem weißen Hintergrund alles viel dunkler aussieht. Also wenn ich zuerst das Porträt male und dann den Hintergrund, werde ich feststellen, dass mein Porträt vermutlich viel zu hell ist. Und teilweise wird das auch stimmen. Aber irgendwie habe ich bei diesem Bild zuerst die Frau gemalt und am Ende wirkte es zum Glück trotzdem stimmig. Aber ja, in der Theorie weiß ich, dass es Andersherum eigentlich besser ist.


Die Frau zu malen war für mich kein großes Problem. In den letzten Jahren habe ich einfach sehr viele Portraits (seit etwa einem Jahr auch aktiv Acryl-Portraits) gemalt, dass dies für mich mittlerweile fast Routine ist. Auch die Größe störte mich hierbei nicht wirklich. Eigentlich ist es nichts anderes, als wenn man ein Porträt auf A4 Format malt, nur eben größer. Bei dem Drachen sah das ganze schon etwas anders aus. Ich liebe liebe liebe Drachen. Aber einen malen? Das habe ich mich bisher noch nicht getraut. Mein grober Ansatz war dann: ich habe vor einigen Jahren mal mit Buntstiften 2 sehr detaillierte Schlangen gemalt, ich orientiere mich jetzt einfach daran, was soll schon schiefgehen….. Während ich die Frau innerhalb von 3 Tagen gemalt habe, habe ich am Drachen dann knapp 2 Wochen gesessen. Ich habe etwas unterschätzt, wie unglaublich aufwendig es wird diese ganzen einzelnen Schuppen zu malen. Aber hey, genau deswegen wollte ich unbedingt größere Bilder malen. Auf kleinerem Format ist es nunmal kaum möglich solche Details darzustellen.












